Ich hatte ja mein „Sacannertreffen„. Es war nicht so befriedigend, wie ich erwartet hatte. Ich musste mich ständig mit Argumenten plagen, warum etwas nicht geht. Da hatten wir noch gar nicht über Inhaltliches gesprochen!
Aus meiner Sicht muss man sich bei Ideen erst einmal darüber klar werden,
- was man will,
- warum man das will, also welches Ziel man hat
- wie man es machen will
- welche Mittel man benötigt.
Erst dann kann man doch feststellen, ob etwas möglich ist und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Ist eine Idee schon einfach deswegen schlecht oder nicht umsetzbar, weil es bisher noch niemand versucht hat? – NEIN!
Das Argument: „Wenn das ginge, hätte das schon jemand gemacht.“, bringt mich nahezu um den Verstand. Wenn alle so denken würden, dann gäbe es ja gar keine Innovationen mehr. Woher sollten die dann kommen?
Ein klassisches Totschhlagargument.
Aber ich habe auch gemerkt, dass ich nicht versuche, jemanden für etwas zu begeistern, wenn dieser mir mit einer negativen Grundeinstellung den letzten Nerv raubt. Irgendwann sage ich dann: „Ja, da könnten Sie Recht haben.“ – Dann nehme ich mir eben mein Scanner-Projektbuch und arbeite meine Idee alleine aus.
Obwohl ich eigentlich Teamplayerin bin. Ich finde es toll, zu mehreren Ideen zu entwickeln, weiter zu spinnen und dann, wenn man es für gut und richtig hält auch gemeinsam umzusetzen.
Mein Fazit: Ich werde mich wohl etwas zurück halten bei der „Nachwuchsförderung“. Die jüngeren Leute wollen vor allem Sachen machen, die sie möglichst sofort und ohne viel Aufwand in die Tat umsetzen können. Aus meiner Sicht sind das dann genau die Projekte, die es in abgewandelter Form tatsächlich schon gibt.
Wo liegt denn da der Reiz?