Das Scanner-Projektbuch hat echte Vorteile. Ziel ist es ja, die Ideen, die man so hat, im Projektbuch soweit auszuarbeiten, wie man eben kommt. Also auch erste Recherche-Daten, Vor- und Nachteile bis hin zu Umsetzungsstrategien.
Jetzt hatte ich die Idee, einen „mobilen Suppendienst“ zu organisieren. Mein Grundgedanke: Selbst mache ich, das womit ich mein Geld sowieso verdiene. Nebenher baue ich aber diesen mobilen Suppendienst auf. Ich stellte mir das erst einmal sehr einfach vor: Die Suppe von einem bestimmten Restaurant, in dem ich regelmäßig verkehre, mitkochen lassen, ein bis zwei Autos einsetzen (leasen) und die Ausfahrt der Suppe von 400-€-Kräften machen lassen. Natürlich sollen Suppen und eintöpfe nur aus frischen Zutaten (möglichst aus der Region) hergestellt werden.
Meine Vorstellung: Die Suppe für ca. 1,50 € pro Portion einkaufen und für 3,50 € die Portion verkaufen….
Meine ersten Recherchen zielten zunächst darauf ab, ob es dieses Angebot bundesweit gesehen, überhaupt schon gibt (weil hier bei uns gibt’s das noch nicht).
Es gibt da 2 Möglichkeiten:
- Es ist noch niemand auf die Idee gekommen, oder
- es lohnt sich nicht.
Sehr schnell war mir dann klar, dass es das Angebot zwar gibt, aber die Idee, wie ich sie im Kopf hatte, konnte ich direkt abhaken. Denn ich hatte folgendes gefunden:
- ein mobiler Suppendienst einer Rentnerin, die damit lediglich ihre Rente aufbesserte und an einem Tag in der Woche nur ein bestimmtes Industriegebiet abdeckte.
- einen Suppenladen, der neben dem Laden einen „Suppen-Party-Service“ anbietet. Der dazu vorgehaltene Wagen ist aber offensichtlich nicht ausgelastet, denn er wird zum Kauf angeboten.
- alle Anbieter kochen ihre Suppe selbst und haben alleine einen Materialeinsatz von 0,80 – 1,00 € pro Liter. Rechnet man für 1 Portion 350 ml, kommt man mit 1 Liter auf ca. 9,70 € (Umsatz).
Davon müssen dann noch die Kosten für Einweggeschirr (ca. 0,25 € / Portion), Stromkosten, Kosten für den Wagen usw. abgezogen werden. Will man da noch was verdienen und sich nicht selbst ausbeuten, muss man die Suppe wiederum so teuer verkaufen, dass sie keiner mehr essen will. - kein Wunder, dass die Erfahrungsberichte von zwei Einzelunternehmern, die ich gefunden habe, nichts Gutes beschreiben: sie müssen bis zu 18 Stunden pro Tag arbeiten und kommen trotzdem mehr schlecht als Recht über die Runden. Ihre Hauptarbeitszeit ist zudem an Sonn- und Feiertagen, auf Flohmärkten oder Veranstaltungen.
Kurzum: Solange das Kochen von Suppe für mich kein Hobby ist und bei mir zu „Entspannungsgefühlen“ führt, ist das kein Geschäft für mich. Klar wenn gar nichts anderes geht, kann man das mal versuchen. Aber mich da jetzt noch mehr reinhängen? Nö, das lohnt nicht.
Ohne mein Scanner-Projektbuch hätte ich diese Idee immer wieder im Kopf herumgewälzt, ich wäre gar nicht darauf gekommen, mir konkrete Gedanken zu machen und zielgerichtet zu recherchieren. Ich hätte die Idee dann auch nicht so schnell wieder fallen lassen können.
Deshalb bin ich meinem Scanner-Buch dankbar! Eine Idee weniger, bei der ich glaube, eine tolle Chance zu verpassen.

[...] Stundenplan 2. Teil Hier hatte ich ja schon einmal das Grundmodell meines Stundenplanes vorgestellt. Nun bin ich einen Schritt weiter. Ich gebe zu, ich habe auf dem Foto einiges leer gelassen. Das ist in der aktuellen Version nicht mehr so. Aber ich möchte ja nun nicht meinen Arbeitstag bzw. meine Projekt hier zur Schau stellen (es sei denn ich habe sie bereits ad acta gelegt, wie hier). [...]
Pingback von Stundenplan 2. Teil « Das Leben ist ein Süßigkeitenladen — 27. Februar 2008 @ 16:25 |