So, jetzt habe ich das Buch zu Ende gelesen. Ich muss zugeben, dass ich einen etwas schalen Geschmack verspüre. Ein bisschen hat dieses Buch den Charakter eines Kochbuches. Irgendwie erscheint es mir pauschal und oberflächlich.
Ja, es hat mir geholfen und ich werde einige der Werkzeuge auch ausprobieren. Begeistert bin ich vor allem vom Stundenplan.
Ich hatte mir ja vorgenommen, das Buch erst zu lesen und danach die eine oder andere Übung auszuprobieren. Das werde ich also als Nächstes tun.
Dennoch: Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Frau Sher es sich sehr einfach macht. Einfach nach dem Motto: Tu was Du möchtest, der Rest wird sich finden… Ganz so ist es im (deutschen) Leben ja nun nicht.
Zudem finde ich, dass Sher alle Scanner zu Messies erziehen will. Dieses „Lebenswerk-Regal“ ist doch absolut daneben.
Ich bin aber auch eher jemand, der alles wegwirft, was keinen Nutzen mehr hat. Meine Regel: Was ich ein oder zwei Jahre nicht mehr gebraucht oder angefasst habe, werde ich auch in Zukunft nicht brauchen. Wenn es nicht gerade ein wichtiges Erinnerungsstück ist, dann kommt’s weg.
Anders werde ich natürlich mit dem Scanner-Projektbuch verfahren. Aber ein „Lebenswerk-Regal“ wird es bei mir nicht geben. Allerhöchstens eine Kiste mit Scanner-Projektbüchern, auf die ich bei Bedarf dann ja auch zurück greifen kann.
Ich schwelge eben nicht in der Vergangenheit – weder im positiven, noch im negativen Sinne.
Ich bereue nicht, das Buch gelesen zu haben. Es hat mir auch einige Anregungen gegeben. Aber ein direktes „Handbuch“, wie Sher es nennt, ist es aus meiner Sicht nicht. Schon gar nicht für deutsche Scanner. Denn vieles ist hier so nicht möglich, wie Sher es vorstellt. Zumindest nicht, wenn man nicht in Hartz IV oder der Sozialhilfe enden möchte.
Wenn man natürlich einen entsprechenden Lottogewinn machen würde…. – Da arbeite ich auch manchmal dran, aber das will mir nun gar nicht gelingen.
hi scannerin,
ich lese mit großem Interesse deine Erfahrungen mit dem Buch von Frau Sher. Ich habe es eher zufällig entdeckt, als ich ein anderes Buch von ihr auslieh. Heute morgen habe ich dann, von dem nicht so kleinen Bücherstapel der Bücher, die ich beruflich lesen woltle, spontan gegriffen und es in ca. 2 Stunden durchgelesen. Zugegeben gegen Ende habe ich eher quergelesen und nur die Stellen rausgepickt, die mir interessant erschienen. Da heute leider Feiertag ist, kann ich leider nicht losziehen und mir ein Projektbuch kaufen. Deswegen entschied ich mich erst einmal, dass Buch zu „scannen“ und dann morgen loszulegen.
Den Begriff „Scanner“ kannte ich schon, ich habe auch sofort begriffen, was es bedeutet. Aber erst das Buch hat mir eben die Augen geöffnet. Ich habe teilweise herzhaft gelacht, weil ich mich so ertappt fühlte.
Und ich stimme dir auch zu, dass es sehr amerikanisch ist und dennoch, vieles ist umsetzbar.
Das mit dem Stundenplan war sozusagen eine Erleuchtung für mich. Wenn ich daran denke, wieviel unproduktive Zeit ich damit verbracht habe, mich an einem Projekt halten zu wollen.
Soweit erst einmal, ich bin noch am Verdauen und Denken. Und froh über dein Blog gestolpert zu sein. Ich lese mal weiter bei dir. Möglicherweise melde ich mich da und dort noch mal zu Wort.
Kommentar von somlu — 11. Juni 2009 @ 10:32 |